Die ersten Jahre des neuen Jahrtausends standen ganz im Zeichen der Freundschaft mit dem
Musikverein Mittelbiberach. Im Herbst 2000 reiste das Blasorchester Sprötze nach
Oberschwaben, ein Jahr später erfolgte der Gegenbesuch. Neben den Konzerten nutzten die
Mittelbiberacher die Gelegenheit, das Musical „Das Phantom der Oper“ in der Neuen Flora in
Hamburg zu besuchen.
Am 24. November 2001 feierte das Orchester sein 25-jähriges Jubiläum mit einem großen
Konzert in der Empore. Schon im darauffolgenden Jahr stand die nächste Auslandsreise an: Zum 20. Jahrestag der Partnerschaft mit der Harmonie de Pont-Saint-Marie ging es erneut nach
Frankreich. Dort gab es wieder ein Gemeinschaftskonzert; außerdem standen Ausflüge nach
Paris mit Eiffelturm, Sacré-Cœur und Montmartre auf dem Programm.
Auf der Rückfahrt äußerte Dirigent Eugen Ege erstmals ernsthafte Zweifel an der
Zusammenarbeit mit dem Schützenverein. Die Verhältnisse hatten sich zunehmend schwierig
gestaltet, und er überlegte, die musikalische Leitung abzugeben. Damit stand sogar die Auflösung des Orchesters im Raum. Doch viele Musiker wollten unbedingt weitermachen. Vor
allem Claudia Meyer (Saxophon) und Manfred Brandt (langjähriger Kassenwart im
Schützenverein) trieben die Idee eines eigenständigen Orchesters voran. Nach intensiven
Gesprächen erklärte sich Eugen Ege schließlich bereit, auch das „neue“ Orchester musikalisch
zu leiten.
Am 17. Februar 2003 wurde das Blasorchester Sprötze e.V. gegründet. Zu den
Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem Claudia Meyer, Manfred Brandt, Uta und
Wolfgang Honisch, Anja und Bernd Schwabel, Katrin und Peter Honisch, Birgit Bordthäuser,
Dominique Brunet, Patrice Brunet, Nale und Uwe Gerlach, Hermann Karstens, Georg Mix sowie
Maren Wiszniewski und Ole Rienow.
Der erste Vorstand im neuen Orchester setzte sich wie folgt zusammen:
- 1. Vorsitzende: Claudia Meyer
- 2. Vorsitzender: Wolfgang Honisch
- 1. Kassenwart: Manfred Brandt
- 2. Kassenwart: Bernd Schwabel
- 1. Schriftführerin: Uta Honisch
- 2. Schriftführer: Kevin Hagen
Mit dem Schützenverein – damals unter Rainer Schmorr – wurden intensive Verhandlungen über
Instrumente, Noten und die weitere Nutzung des Probenraums geführt. Am Ende stand ein
Auseinandersetzungsvertrag: Als Gegenleistung für die Probenräume verpflichtete sich das neue
Orchester, jährlich sechs Stunden Musik beim Schützenfest zu spielen.
Schon im ersten Jahr konnte der Verein auf 19 Auftritte zurückblicken. Auf dem Buchholzer
Stadtfest präsentierte man sich erstmals mit einem eigenen Stand, verkaufte Kuchen und
Tombolalose und warb aktiv neue Mitglieder. Der finanzielle Erfolg kam der noch jungen
Orchesterkasse zugute. Ende 2003 zählte der Verein bereits 41 Musikerinnen und Musiker.
Inhaltlich stellte sich nun die Frage nach einer neuen musikalischen Ausrichtung. Einige
Mitglieder erklärten, nicht mehr bei Ummärschen mitspielen zu wollen – obwohl gerade die
Schützenfeste bislang die Haupteinnahmequelle darstellten. Schließlich entschied sich der
Vorstand, das Orchester künftig ausschließlich konzertant auftreten zu lassen. Diese
Neuausrichtung erwies sich als Glücksfall: Die Attraktivität stieg, und neue Musiker kamen
hinzu.
2006 folgte die Umbenennung in Stadtorchester Buchholz e.V.. Weil die Nutzung der
Probenräume im Sprötzer Schützenhaus gekündigt worden war, musste eine neue Bleibe
gefunden werden. Über die gute Verbindung zur Waldorfschule in Kakenstorf gelang der Einzug
in die sogenannte „Baracke“, die man sich lediglich mit einer Eurythmie-Gruppe teilte. Das
Schlagzeug fand Platz in Nebenräumen, das Notenarchiv im Hauptgebäude, und der Kopierer
stand im Heizungsraum.
2007 feierte Dirigent Eugen Ege sein 30-jähriges Bühnenjubiläum mit dem Orchester.